Griechenland-Austausch

Die Griechen sind da!

Endlich! Am 18. August durften Dolmetscherin Konstantina und ich als TT-Abteilungsleiter der TuS Aschaffenburg-Damm 14 Tischtennisspieler unseres Partnerclubs TTC Dynami Larissa am Flughafen in Nürnberg begrüßen. 2019 hatten wir erstmals gemeinsam eine wunderbare Zeit in Aschaffenburg verbracht, 2020 waren wir dann zum Gegenbesuch nach Larissa gereist. Die Coronapandemie verhinderte 2021 leider den Austausch, umso mehr freuten wir uns nun auf zwölf gemeinsame Tage in Aschaffenburg. Es zeigte sich: Jeder Besuch ist anders, aber es gibt eine Konstante – intensive Erfahrungen weit weg vom Alltag und so ganz anders als bei einem gewöhnlichen Urlaub.

Im Vorfeld hatten wir uns gemeinsam mit Stefanos Ampelakiotis und seinem Team viele Gedanken gemacht, wie ein interessantes, gleichzeitig aber auch bezahlbares Programm für die Altersgruppe zwischen 12 und 29 Jahren aussehen könnte. Wir haben schließlich nicht den Anspruch, eine Vergnügungs-reise oder ein reines Tischtennis-Trainingscamp auszurichten! Das Deutsch-Griechische Jugendwerk (DGJW) und die Deutsche Sportjugend (dsj), ohne deren Unterstützung ein derartiges Projekt nicht möglich wäre, sehen das genau wie wir: Freundschaften schließen, Sprache, Kultur, Flora und Fauna, die Lebensumstände in der Partnerstadt kennenlernen – ein internationaler Jugendaustausch verfolgt wichtige, großartige Ziele. Vieles davon konnten wir erfolgreich umsetzen, hier und da musste aber auch der Rotstift angesetzt werden: „Weniger ist manchmal Mehr“, mit einem überfrachteten Programm ist Stress vorprogrammiert. So strichen wir beispielsweise den geplanten Ausflug nach Miltenberg zugunsten einer Ruhephase, die Stadtrallye in Aschaffenburg fiel der Hitze zum Opfer.

Zum Glücksfall wurde für uns das 9-Euro-Ticket: Flughafen Nürnberg, der Frankfurt-Trip und die zahlreichen Busfahrten in und um Aschaffenburg: Alles war inclusive. Damit ging es zum Rathausempfang, Park Schönbusch, Airbase-Jumping, Altstadtführung, Schwimmbad, Schützenverein und, und, und.

So viele Aktivitäten und obendrein fast tägliche Trainingseinheiten brauchen kräftigen Nachschub an Energie: Unser Küchenteam um Chefin Brigitte hatte alle Hände voll zu tun, die hungrigen Mäuler zu stopfen. Vom Frühstück bis zum Abend-essen war der Clubraum von TuS Damm Schauplatz der gemeinsamen Mahlzeiten. „Das beste Zaziki, das ich je gegessen habe“, aus dem Munde eines griechischen Teenagers ein Kompliment, das wohl nicht zu toppen ist. Ob Deutsche oder Griechen, geschmeckt hat es allen.

Noch eine Konstante: Eine schöne Zeit geht immer viel zu schnell vorbei. Wir besuchten noch zusammen am Wochenende das großartige Aschaffenburger Stadtfest, und schon am nächsten Abend hieß es Abschied nehmen: Alle saßen noch einmal beim Barbecue zusammen, Geschenke wurden ausgetauscht, die vergangenen Tage Revue passieren lassen. Den Worten von Stefanos bei seiner Abschiedsrede ist nichts hin-zuzufügen: „Wenn ich nach Aschaffenburg fahre, komme ich in meine zweite Heimat.“ Auf ein Neues 2023 in Larissa!

(Albrecht Baume)

Schläger aus den Gründerjahren des Tischtennis durften probiert werden

 

Schnappschuss aus der Trainingspause

 

Foto vom Abschiedsabend

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